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"Wer das Große nicht mehr in Gott findet, findet es überhaupt
nicht vor und muss es entweder leugnen oder schaffen."
"Nie etwas zurückhalten oder dir verschweigen, was gegen deinen
Gedanken gedacht werden kann."
"Ich komme zu früh, ich bin noch nicht an der Zeit."
Friedrich Nietzsche (1844-1900)
Heute aber sind Friedrich Nietzsches Thesen über Gott, Wahrheit,
Moral und Menschenbild "an der Zeit". Sie sind aktueller denn
je und haben große Auswirkungen auf das Selbstverständnis des
modernen Menschen. Radikal und provozierend wie sonst niemand hat er die
Konsequenzen einer atheistischen, naturalistischen Weltsicht formuliert.
Ohne Übertreibung kann man sagen, dass kein Philosoph auch nur eine
annähernd so bewegte Wirkungsgeschichte aufweist wie er. Seine Botschaft
vom "Tod Gottes" ist eine bleibende Herausforderung für
Theologie, christlichen Glauben und Verkündigung.
Referenten:
Prof. Dr. Edith Düsing, Köln
Prof. Dr. Theo Kobusch, Universität Bonn
Dr. Jürgen Spieß, Institut für Glaube und Wissenschaft,
Marburg
Buchtipp:
E. Düsing, "Nietzsches Denkwege"
(Wilhelm Fink Verlag, 2. Auflage 2007)
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