05.09.2015

Prof. Dr. Albrecht Kuder

Gesellschaftlicher Wertewandel - Rechtswandel?

Ungeachtet der Klage Goethes über den schleppenden Rechtswandel ist Wertewandel nach meiner Wahrnehmung ein in der öffentlichen Diskussion eher negativ belegter Begriff. Mit ihm wird tendenziell der Verlust guter, bewährter ethischer Regeln und Traditionen assoziiert. Die Verlustangst scheint mir Vorrang vor der Hoffnung oder Chance zu haben, in einer neuen Situation auch das Wertesystem neu zu gestalten oder doch anzupassen. Dabei können wir in unserer Gesellschaft an vielen Stellen durchaus einen positiv zu bewertenden Wertewandel feststellen. Ich nenne als Beispiele:
Das Denken aus der Kolonialzeit in Kategorien von überlegenen Weißen und unterlegenen Eingeborenen ist zwar immer noch nicht überwunden, scheint mir aber doch auf dem Rückzug zu sein. Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Nelson Mandela stehen für diesen Wandel. Ein amerikanischer Präsident mit afrikanischen Wurzeln war noch vor zwei Dekaden nicht vorstellbar.

...

Ich kann an dieser Stelle nicht weiter ausholen. Ich betone aber: Wertewandel ist nicht per se gut oder schlecht, sondern die Devise kann nur lauten: „Prüfet alles, und das Gute behaltet!“

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