27.11.2010

PD Dr. Hans-Martin Rieger

Grenzen wissenschaftlicher Rationalität, Relativismus und Gottesglaube

Reflexionen zur zeitgenössischen wissenschaftstheoretischen Diskussion

R. Bultmann hatte in seinem berühmt gewordenen Vortrag „Neues Testament und Mythologie“ eine Sicht der Erfahrungswissenschaften und des darauf gründenden wissenschaftlichen Weltbilds vorgelegt, welche die Glaubhaftigkeit von „mythischen Elementen“, also von Wundern, von einem präexistenten Gottwesen, dessen stellvertretenden Sühnetod, der leiblichen Auferstehung etc. ausschließt. Pfarrer und Lehrerinnen, welche in der Gegenwart Jugendliche beispielsweise auf dem Weg in die gymnasiale Oberstufe zu begleiten haben, wissen aus eigener Erfahrung, dass eine solche Sicht auch 60 Jahre später kaum etwas an Aktualität eingebüßt hat.

Freilich ist nun die Wissenschaftsgläubigkeit von Schülern zu einem guten Teil durch die Art der Wissensvermittlung und zugleich auch entwicklungspsychologisch bedingt. Sie deckt sich allerdings mit populärwissenschaftlichen Darstellungen in Zeitschriften und wird über eine spezifische Alters- und Sozialisationsschicht hinaus als eine gesellschaftliche Grundströmung anzusprechen sein ...

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