30.11.2010

Prof. Dr. Dr. Rainer Mayer

Heiligung der Zeit

Sabbat und Sonntag

Vorlesung über den Dekalog vor Hörern aller Fakultäten: Wir behandeln das Sabbatgebot, ein im Blick auf die heutige Frage des Sonntagsschutzes sozialethisch hoch aktuelles Thema. Da begegnet uns das Büchlein von Rabbi Abraham J. Heschel „Der Sabbat. Seine Bedeutung für den heutigen Menschen“ und öffnet noch einmal einen ganz neuen, weiten Horizont. – Doch der Reihe nach:

1. Der Sonntag in der säkularisierten Gesellschaft

„Sonntag abschaffen“, so lautet eine jüngst verbreitete Parole – zwar in dieser Radikalität noch eine Einzelstimme, doch als solche nicht jenseits dessen, was manche denken, aber nicht laut sagen. ...

2. Den Sonntag verteidigen – aber wie?

Bereits vor nun zwei Jahrzehnten traten der Rat der EKD und die Deutsche Bischofskonferenz dreimal innerhalb von nur vier Jahren mit Erklärungen zum Schutz des Sonntags an die Öffentlichkeit: Zum 1.Advent 1984 mit dem gemeinsamen Wort „Den Sonntag feiern“, am 16. September 1985 mit „Der Sonntag muss geschützt bleiben“ – und schließlich am 25. Januar 1988 mit der gemeinsamen Erklärung „Unsere Verantwortung für den Sonntag“.

Doch das Thema kam nicht zur Ruhe, weil ganz unterschiedliche Industriebranchen immer wieder neue Vorstöße in Richtung Sonntagsarbeit unternahmen.

In Verbindung stehende Artikel:

Der Anschlag auf den Sonntag - 30.11.2010 18:46

Faulenzen auf Befehl - 29.11.2010 21:27

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