30.11.2010

Dr. Jürgen Spieß

Leid und Tod - Wo ist Gott?

Wie tragfähig ist Gottes Wort in Leidenssituationen?

Ich möchte mit einem Zitat eines Fußballtrainers beginnen: "Grau ist alle Theorie, die Wahrheit ist auf dem Platz". Das gilt auch für unser Thema: Auf dem Platz, da, wo sich das Leben wirklich abspielt, zeigt sich, wie unser Verhältnis zum Wort Gottes ist und welche Bedeutung es im Ernstfall für uns hat. Über das Thema Leid kann jeder von uns aus eigener Erfahrung mitreden. Wir alle sind Leidende; wir leiden an Krankheiten, an unserer Lebensgeschichte oder an der Weltgeschichte. Wie wir mit dem Leid unseres Lebens fertig werden, das wird mit darüber entscheiden, wie unser Leben gelingt. ..... Auch die Bibel ist im Zusammenhang mit dem Leid hauptsächlich an der existentiellen Seite interessiert. Die Frage lautet weniger: Woher kommt das Leid? als vielmehr: Wie geht man mit dem Leid um? Welchen Trost gibt es im Leid? Wie kann man mit dem Leid leben? Der Philosoph Habermas hat einmal gesagt: Angesichts von Schuld, von Einsamkeit, von Leid und von Tod ist die Lage des Menschen prinzipiell trostlos. Aber wir alle machen die Erfahrung von Schuld und Einsamkeit, von Leid und von Tod; und wir brauchen eine Hoffnung, die diese vier wichtigen Bereiche unseres Lebens nicht ausklammert. Solche Grenzsituationen sind da, und wir müssen uns zum Leid verhalten, wir können es nicht einfach ausklammern."

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