02.12.2010
REZENSIONEN

Rezension von Klaus Baschang

Rezension von Klaus Baschang

Wer hat's geschrieben?

Peter C. Hägele ist Professor für Physik an der Uni Ulm, Rainer Mayer, Professor der Theologie in Mannheim

 

Worum geht's?

Wissenschaft schafft Wissen - und macht damit den Glauben entbehrlich. Lange wurde so gelehrt, oft wurde es geglaubt. Doch die Zunahme von Wissen hat die Lebensgewißheit nicht gefördert. Es geht hier um Glauben und Wissen.

 

Wie ist es?

Mayer erklärt, wie es zu der Gegnerschaft von Wissen und Glauben kam. In der neuzeitlichen Physik erkennt er "offene Spielräume" für persönliche Glaubensentscheidungen. Diese sind auch für die Wissenschaften wichtig. Er fordert von beiden Seiten "Kooperation durch Selbstbegrenzung im Interesse der Freiheit". Hägele beantwortet die Frage: "Wie viel Weltbild braucht der Mensch?" in einer breiten, aber sehr verständlichen Diskussion der Methodenfragen der Physik. Die Autoren haben der Versuchung widerstanden, den Glauben intellektuell beweisbar machen zu wollen. Sie bewahren ihn aber auch davor, sich lamentierend in einer weltanschaulichen Schmollecke einzurichten. Ihr Buch hilft dem Glauben, den Herausforderungen naturwissenschaftlichen Denkens überzeugt standzuhalten.

 

Wer sollte es lesen?

Menschen, die an wissenschaftlichen Themen interessiert sind und darin keinen Widerspruch zum Glauben sehen.

Antworten von Klaus Baschang in "ideaSpezial" 2/2004 (zur Frankfurter Buchmesse) S. 14.

 

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