30.11.2010

Dr. Reinhard Hempelmann

Trends und Gegentrends

Fragt man nach dem heutigen Kontext des christlichen Zeugnisses, muß man sich mit der Schwierigkeit auseinandersetzen, daß sich gegenwärtige weltanschauliche und religiöse Entwicklungen nicht auf eine oder wenige handhabbare Formeln bringen lassen. Der Buchmarkt ist zwar voll von Publikationen, die dem Versuch gewidmet sind, unsere Gegenwart diagnostisch unter die Lupe zu nehmen, um Trends und Perspektiven "für den Weg ins nächste Jahrtausend"1 ausfindig zu machen. Dies gelingt jedoch zunehmend weniger. Vergleicht man solche Analysen miteinander, fallen ihre divergierenden Aussagen ins Auge. Im Kontext einer beschleunigten Moderne sind auch Trendaussagen von einer nicht zu übersehenden Veralterungsgeschwindigkeit (H. Lübbe) betroffen. Wenn sie beanspruchen, aufgrund von Erfahrung und Intuition nicht nur etwas über die Gegenwart, sondern auch über die Zukunft zu wissen, werden sie zu einem fragwürdigen Unternehmen. Zudem scheint es zu jedem Trend einen Gegentrend zu geben. Offensichtlich erzeugen charakteristische Entwicklungen unserer Gegenwartskultur Gegenkräfte. Bezeichnend ist dabei, daß "These" wie "Antithese" Zutreffendes beschreiben und zu einer Deutung gegenwärtiger Entwicklungen beitragen.

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