30.11.2010

C. S. Lewis

Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen?

Auf der einen Seite haben wir die sittlichen Lehren Jesu, die in ihrer Tiefe und in ihrer überzeugenden Nüchternheit von fast allen Leuten anerkannt werden. Sogar ausgesprochene Gegner des Christentums betonen oft, wenn ich mit ihnen diskutiere: "Ich habe gar nichts gegen die Ethik des Christentums." Man scheint sich darüber einig zu sein, daß in den Lehren dieses Mannes und seiner Jünger moralische Wahrheit in reinster und höchster Vollkommenheit dargelegt ist. Da ist keine Spur von schwärmerischem Idealismus, sondern durch und durch Weisheit und Klugheit. Alles ist wirklichkeitsnah und taufrisch, wie es nur ein gesunder Menschenverstand hervorbringen kann. Das ist das eine Phänomen. Dem gegenüber stehen aber die theologischen Aussagen dieses Mannes in ihrer kaum zu fassenden Ungeheuerlichkeit. Sie wissen alle, was ich meine, und ich möchte sehr betonen, daß Jesus nicht nur an einem Punkt seiner Karriere mit dieser für unser Gefühl unerhörten Anmaßung auftritt. Gewiß, da ist die eine Szene, die dann zu seiner Hinrichtung führte, als der Hohepriester ihn fragte: "Wer bist du?" "Ich bin der Gesalbte, der Sohn des ewigen Gottes, und ihr werdet mich am Ende der Zeiten wiederkommen sehen als Richter der Welt." Aber dieser Anspruch bleibt wirklich nicht auf diesen einen dramatischen Augenblick beschränkt.

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