29.07.2014

Christoph Wurm

Das wertvollste uns erhaltene nautische Dokument der Antike

Sich als im doppelten Wortsinne theologischer ‚Laie‘ mit der Bibel zu beschäftigen ist alles andere als ungewöhnlich. Nichts anderes tun sonntags weltweit alle Hörer und Leser des biblischen Wortes, die nicht professionelle Theologen sind. Auch die Lektüre biblischer Texte im Hinblick auf die in ihnen überlieferten lebensweltlichen Fakten, nicht aus der Perspektive des Gläubigen, ist nichts Außergewöhnliches. Das belegen etwa Buchtitel wie „Die Tierwelt der Bibel“ oder „Die Pflanzenwelt der Bibel“.
Im Jahre 1885 machte Arthur Breusing (1818–1892), der Direktor der Bremer Seefahrtsschule, den in Kapitel 27 und 28 der Apostelgeschichte geschilderten Schiffbruch des Paulus zum Gegenstand einer ausführlichen Analyse in seinem Werk „Die Nautik der Alten“, in der er, wie im vorherigen Kapitel die Odyssee Homers, den Bericht in nautischer Hinsicht untersucht. Er nennt ihn „das wertvollste uns aus dem Altertume erhaltene nautische Dokument“. „Jeder Seemann“, so Breusing, sehe ihm an, und zwar „auf den ersten Blick“, dass die Beschreibung der Paulusreise „nur von einem Augenzeugen verfasst sein kann“.

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