22.06.2016

Christoph Wurm

Von Jerusalem nach Damaskus

Die Reise des Paulus nach Damaskus ist so bekannt, dass sie gleich vier Spuren in unserem Sprachgebrauch hinterlassen hat: die Rede von jemandes Wandlung vom Saulus zum Paulus, den Ausdruck ‚wider den Stachel löcken‘, das Substantiv ‚ein Damaskuserlebnis‘ für radikales Umdenken und die ‚Schuppen‘, die ‚von den Augen fallen‘ und so plötzlich Klarsicht freigeben.
Diesen Eckstein der Apostelgeschichte hebt Lukas ungewöhnlich stark hervor, nämlich durch die doppelte Wiederholung der Schilderung, aus dem Munde eines anderen Sprechers – Paulus selber – und unter jeweils anderem Blickwinkel.
Das Ereignis ist ebenso einfach zusammenzufassen wie schwer nachzuvollziehen. Auf dem Weg von Jerusalem nach Damaskus, wahrscheinlich zu Pferde, wird der pharisäische Eiferer und Christenverfolger Saulus vom Blitzstrahl Gottes getroffen und – für drei Tage – geblendet. Gott spricht zu ihm und fordert ihn auf, in die Stadt zu gehen. Er wird ins Haus eines Juden namens Judas gebracht. Ein Jünger, Hananias, erhält in einer Erscheinung im Traum den Auftrag, Saulus aufzusuchen und zu heilen. Er legt ihm die Hände auf, heilt ihn so von seiner Blindheit und überbringt ihm Gottes Auftrag, ihn von nun an zu verkündigen statt zu bekämpfen.

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