Prof. Dr. Michael Herbst

Würde bis zum Ende

Menschlich sterben

Klare Begriffe sind von entscheidender Bedeutung. In der Euthanasie-Debatte aber herrscht Begriffsverwirrung. Aktiv und passiv, direkt und indirekt, Sterbehilfe und Sterbebegleitung – die Unterschiede werden dem, der sich damit befasst, mit der Zeit eher unklarer als klarer. Im klinischen Alltag hilft es auch nicht weiter, zwischen Handeln und Unterlassen zu unterscheiden. Unterlassen ist keineswegs immer ethisch neutral, und auch wer nicht tötet, handelt, wenn er etwa eine sinnlos gewordene therapeutische Maßnahme abbricht.

Mit DIETRICH BONHOEFFER möchte ich vorschlagen, zwischen zwei Handlungsweisen grundsätzlich zu unterscheiden: dem „Töten“ einerseits, dem Nachgeben gegenüber einem unaufhaltsamen Sterbeprozess andererseits. Unserer Meinung nach verläuft deskriptiv wie normativ, also in der Beschreibung wie in der Bewertung die Scheidelinie zwischen dem Töten und dem Sterbenlassen.

 

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